Die neue Gleichberechtigung
ist gemeinsam

Frauen wollen arbeiten und Männer wollen Väter sein. Selbstverständlich! Die gelebte Realität hat sich verändert.

Die Biologie von Vätern und Müttern reagiert gleich auf Kinder.

Aus biologischer Sicht gibt es keine Anhaltspunkte, dass Väter die schlechteren Eltern sind. Bereits während der Schwangerschaft ihrer Partnerin erleben werdende Väter eine hormonelle Umstellung [Q.2.2]. Auch nach der Geburt sind die Veränderungen im Hormonhaushalt für Väter und Mütter gleichermaßen nachweisbar. Kümmert sich ein Vater nach der Geburt um seinen Nachwuchs, finden bei ihm wie bei kümmernden Müttern spezifische neronale Anpassungen im Gehirn statt [Q.2.3]. Der biologische Unterschied zwischen Vätern und Müttern lässt sich im Wesentlichen darauf reduzieren, dass Männern die anatomischen Voraussetzungen fehlen, um Kinder auszutragen und zu stillen.

Der „abwesende Vater“ ist
ein Relikt der Industrialisierung.

Vaterbild und Vaterfunktionen [Q.2.5]

Väter sind für die kindliche Entwicklung gleichberechtigte Elternteile.

Die positiven Auswirkungen aktiver Vaterschaft auf die kindliche Entwicklung bestätigen zahlreiche Studien [Q.2.1, S. 46; Q.2.4]. Es entspricht den Bedürfnissen der Kinder, ausreichend Zeit mit beiden Elternteilen zu verbringen [Q.2.6, S. 47]. Außerdem fördert aktive Vaterschaft die Zufriedenheit von Vätern und Müttern [Q.2.1, S. 46]. Dies gilt insbesondere auch im Trennungsfall. Die Auswertung von 60 internationalen Studien zu unterschiedlichen Betreuungsmodellen kommt in jeder Hinsicht zu dem Ergebnis, dass Kinder von einer guten Vater-Kind-Bindung profitieren. Selbst im Fall hochstrittiger Eltern geht es Kindern von aktiven Vätern besser als Kindern von abwesenden Vätern [Q.2.7; Q.2.8, S. 120].

Das Residenzmodell widerspricht der gelebten Realität. Paare wollen sich die Sorge teilen.

Heute ist es selbstverständlich, dass Mütter wie Väter berufstätig sind. Nach der Elternzeit entspricht dies der Lebensrealität der meisten Familien. Im Vergleich zu ihrer Elterngeneration beteiligt sich die Mehrheit der Väter deutlich mehr an der Erziehung und Betreuung. In der deutschen Bevölkerung begrüßen dies 89%. Die Hälfte der Väter und Mütter halten es für ideal, sich gleichermaßen in die Erwerbs- und Fürsorgearbeit einbringen zu können. Dies wird heute bereits von gut einem Drittel der Elternpaare gelebt. Um Familie und Beruf besser zu vereinbaren, würde mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Väter gerne die Arbeitszeit reduzieren. Väter stellen sich dabei idealerweise eine vollzeitnahe Teilzeitstelle vor [Q.2.1, S. 11 ff.].

Familien heute stellen die starre Rollenverteilung des Residenzmodells in Frage, denn offenbar widerspricht sie dem grundlegenden Bedürfnis nach einer aktiven Vaterschaft.

Vätern mit Kindern unter 18 würden gern weniger Arbeiten. [Q.2.1, S. 16]

  • Väter, die mehr als 50 Stunden/Woche arbeiten 34% 34%
  • 4% 4%
  • 40-50 Stunden/Woche 50% 50%
  • 31% 31%
  • 35-40 Stunden/Woche 5% 5%
  • 26% 26%
  • 30-35 Stunden/Woche 3% 3%
  • 24% 24%
  • reale  5% 5%
  • gewünschte Arbeitszeit 6% 6%

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